Kino für die Ohren:

Ein musikalisches “Damenopfer”

im Kunstverein Offenbach

mit Helmut Barz (Stimme)
& Vanessa Heinisch (Theorbe)

Samstag, den 4.7. 2015, 18 Uhr

Kunstverein Offenbach
Aliceplatz 11, KOMM Center, 63065 Offenbach am Main

www.kunstverein-offenbach.de

Die Lesung

Untermalt und umrahmt vom sonoren und doch filigranen Klang der Theorbe von Vanessa Heinisch stellt Helmut Barz lesend und spielend den vierten Katharina-Klein-Krimi vor.
Barz-Damenopfer-EinladungEr präsentiert Texte aus dem Buch, führt die Charaktere ein und stellt sich den Fragen des Publikums.
Vor allem aber erzeugt er mit seiner Stimme und im Zusammenspiel mit der Musik fast schon ein Live-Hörspiel; ein Grund dafür, dass die Lesungen zu den vorangegangenen Büchern (unter anderem mit dem Heavy-Metal-Gitarristen Jan Janson) stets ausverkauft waren und er sich so über die letzten Jahre ein treues Publikum erschrieben und erspielt hat.
Nach Jazz, Boogie Woogie und Metal ist es diesmal die Musik des 17. Jahrhunderts, die die Lesung begleiten wird. Die Lautenspielerin Vanessa Heinisch ist tief ins Archiv der Lautenmusik hinabgestiegen und hat ein paar echte Fundstücke in die Musik zur Lesung integriert. Dabei entlockt sie ihrer Laute Klänge vom zarten Glissando bis zum fast schon rockigen Basslauf: mal heiter, mal dramatisch, mal als Zwischenspiel, dann wieder als „filmmusikalische Um- und Untermalung“.
Wer die Lesungen von Helmut Barz kennt, weiß, er kann seine Herkunft aus dem Theater nicht ganz verleugnen und einen Abend lange gute, spannende Unterhaltung bieten – sowohl für Kenner der Katharina-Klein-Krimis wie auch für Neulinge.
Dauer: ca. 2 * 40 Minuten + Zugabe

 

 

Das Buch

»Ich bin wirklich stolz darauf, die Sonderermittlungseinheit sowie das Institut für okkulte Pathologie und kryptoforensische Medizin offziell eröffnen zu dürfen. Aus diesem Anlass möchte ich ihnen gleich den ersten Fall übergeben.«
Mit diesen Worten zieht Jan-Ole Vogel, Justizminister des Landes Hessen und Hoffnungsträger seiner Partei, eine Pistole hervor und schießt sich eine Kugel in den Kopf. Ausgerechnet auf der feierlichen Eröffnung der neuen Sonderermittlungseinheit, die Katharina Klein und Andreas Amendt in Zukunft leiten sollen. Vor aller Augen. Und vor den Kameras der versammelten Medien.
Innenminister Hanfried de la Buquet wittert einen möglichen weiterreichenden Skandal und beauftragt Katharina und Amendt, Vogels Selbstmord näher zu untersuchen. Die Ermittlungen führen Sie in den Sumpf der Landespolitik, in dem jeder gegen jeden intrigiert und keiner Verantwortung übernehmen will.
Die Zeit drängt, denn jemand spielt Informationen an die Medien: über den Justizminister, aber auch über Katharina und Andreas Amendt. Will jemand die Aufklärung des Suizids um jeden Preis verhindern? Oder spielt dieser jemand eine geschickte Partie Polit-Schach mit ihnen?
Und vor allem: Was weiß dieser Jemand über Katharinas und Amendts Vergangenheit?

 

Der Autor

Das Schreiben und die Dramatik wurde Helmut Barz in die Wiege gelegt: Er ist der Sohn des Dramatikers und Autors Paul Barz. Nach dem Abitur in St. Peter-Ording studierte er zunächst „Angewandte Theaterwissenschaften“ in Gießen, dann darauf aufbauend Theaterregie bei Hans Hollmann an der HfMDK Frankfurt am Main.

Seit 1998 ist er freier Regisseur und Autor sowie Texter, Consultant und Helmut BarzKreativdirektor in der Unternehmenskommunikation. Er lebt und arbeitet in Offenbach am Main und New York.

Bisher erschienen:
WestEnd Blues. Ein Katharina-Klein-Krimi aus
Frankfurt am Main. Sutton-Verlag Erfurt 2009

African Boogie. Ein Katharina-Klein-Krimi fort von
Frankfurt am Main. Sutton-Verlag Erfurt 2011

Dolphin Dance. Ein Katharina-Klein-Krimi zurück in
Frankfurt am Main. Sutton-Verlag Erfurt 2012

Damenopfer. Katharina Klein in den Schlagzeilen.
Sutton-Verlag Erfurt 2015

Die Musik

Wenn ich nach der Philosophie hinter meiner Arbeit gefragt werde, behaupte ich immer fröhlich, dass es mir wichtig sei, meine “Alte Musik” als moderner, am kulturellen Zeitgeschehen interessierter Mensch des 21. Jahrhunderts zu machen. Es gehe mir nicht um eine quasi museale Reproduktion jahrhundertealter Kompositionen, sondern um meinen ganz persönlichen, aktuellen und quicklebendigen Beitrag zum Musikleben.

Soweit die Theorie.

Als der Frankfurter Krimiautor Helmut Barz mich bat, Lesungen aus seinem neuesten Roman “Damenopfer” musikalisch zu untermalen, bereitete mir dieser “Praxistest” zunächst einige Kopfschmerzen. Zudem sollte die Musik nicht nur als Pausenfüller dienen, sondern mit dem Text verwoben sein.

Lautenmusik unter der Beschreibung eines Selbstmords? Einer Obduktion?

Es folgte eine spannende Reise in die Abgründe meines Repertoires, an deren Ende ich mit glänzenden Augen das Rezept meines persönliches Hexentrankes gefunden hatte.

Zu Mord, Totschlag und Politintrigen serviere ich in Ausschnitten:

 

J.H. Kapsberger:
Aria di Fiorenza
Folia
Toccata No9
Passacaglia


Robert de Visée

Suite in c-Moll
Prelude
La Plainte, Allemande
Sarabande
Sarabande
Gigue

 

Ich begleite die Damenopfer-Lesung auf einem knapp zwei Meter großen Chitarrone, keins der Stücke, die ich spiele, wurde nach 1700 geschrieben und ich werde mich in meinen Interpretationen den Regeln der ‘historischen Aufführungspraxis beugen. Trotzdem ist mein erklärtes Ziel, dass die historische Komponente in der Wahrnehmung der Zuhörer keine Rolle spielt.

VFadenkreuzfrei

Wünschen Sie mir Glück.